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Eine Hirnblutung bedrohte Felix
kurz nach seiner frühen
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Heute ist Felix absolut gesund
- hat die Homöopathie ihm
geholfen? |

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Versuche mit Rattendärmen
zeigen: homöopathische Arzneien haben einen Effekt -
auch wenn er nicht erklärbar
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Sendung
vom 10.03.2004 Homöopathie auf
dem Prüfstand
Universitätskinderklinik
München im April 2001. Ein Junge, elf Wochen zu früh...
In seinem Gehirn ein geplatztes Blutgefäß. Von Stunde zu
Stunde wächst Felix' Kopfumfang – ein Zeichen dafür,
dass die Hirnblutung nicht aufhört.
"Man war auf
das Allerschlimmste angesprochen worden. Oder auch, was
es heißen kann, wenn das Kind nicht stirbt, was
hinterher für Folgen kommen können. Also, da war auch
das Allerschlimmste angesagt worden", erzählt die Mutter
von Felix.
Dr. Sigrid Kruse vom Klinikum der
Universität München, Dr. von Haunersches Kinderspital,
erinnert sich: "Es war also sehr dramatisch. Wir standen
mit dem Rücken zur Wand. Und in dieser Situation haben
wir überlegt: Können wir mit einer begleitenden
homöopathischen Behandlung helfen?"
Erst als die
Schulmedizin am Ende war, und es Felix immer schlechter
ging, bekam die Homöopathie ihre Chance. Dr. Kruse dazu:
"Wir haben eine ausführliche Anamnese erhoben mit der
Mutter, sind die ganze Geschichte noch einmal
durchgegangen, Geburt , Schwangerschaft. Und dann haben
wir mit der homöopathischen Behandlung begonnen – Arnica
C200."
Skepsis trotz
Erfolg
Fast drei Jahre sind seitdem
vergangen. Felix hat sich zu einem völlig gesunden
Jungen entwickelt. Regelmäßig trifft Sigrid Kruse ihren
kleinen Patienten. Besonders der Vergleich mit Felix'
Zwillingsbruder zeigt den Erfolg – in der Entwicklung
der beiden Jungen gibt’s keinen Unterschied mehr.
"Es ist so überzeugend, so faszinierend, wenn
wir diese kleinen Kügelchen geben, und dann so eine
große Wirkung erreichen, so eine große Reaktion, das ist
für mich immer neu faszinierend und beeindruckend. Auch
wenn ich es nicht bis in die Einzelheiten erklären kann
ist es eine unheimlich schöne Erweiterung für unsere
Medizin", resümiert Dr. Sigrid Kruse.
Dennoch
sind die Schulmediziner skeptisch. Kein Wissenschaftler
konnte in den homöopathischen Milchzuckerkügelchen auch
nur ein wirksames Molekül finden. Denn während die
Ausgangslösung hoch konzentriert ist, ist das spätere
Mittel extrem stark verdünnt. Und zwar so stark, dass
nichts mehr von der Ursubstanz nachzuweisen ist.
Kritiker meinen deshalb: Wo nichts ist, kann auch nichts
wirken. Da helfe auch das Schütteln nichts.
Geheimnis der Homöopathie
entschlüsseln
Forscher der Universität
Leipzig wollen das Geheimnis der Homöopathie
entschlüsseln. Grundlage dafür: ein Rattendarm. Kann
eine homöopathische Lösung Zellen des Darmgewebes
verändern?
Der Darm wird so eingespannt, dass
seine Bewegungen haargenau gemessen werden können. Der
erste Schritt: Ein krampfauslösender Stoff,
Acetylcholin, wirkt auf den Darm. Der Darm verkrampft
sich. Und was nur die Sonden messen - er wird kürzer.
Der zweite Schritt: Atropin, ein krampflösendes Mittel
kommt in homöopathischer Dosis dazu.
Ergebnis:
Der Darm entspannt sich, wird wieder länger. Irgendetwas
in der homöopathischen Lösung muss das bewirkt
haben.
Prof. Wolfgang G. Süß, Universität
Leipzig, Institut für Pharmazie, erklärt: “Nun ist das
Atropin aber gar nicht mehr drin. Das heißt: Wir
brauchen ein Abbild des Atropins in dem Lösungsmittel.
In welcher Weise aber nun dieses Abbild wirkt, über eine
elektromagnetische Welle, das wissen wir noch
nicht.“
Und bisher konnte keiner dieses Abbild
entdecken. Also weiß auch noch niemand, wie die
Homöopathie funktioniert.
Der Kreis der
Anhänger wächst
Dennoch wächst der Kreis
ihrer Anhänger. Die Homöopathie ist derzeit die
beliebteste Alternativtherapie in Deutschland – noch vor
der Akupunktur. Zwei Wissenschaftler der Berliner
Charite, Stefan Willich und Claudia Becker-Witt, wollten
diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zwei Jahre lang
befragten Ärzte deshalb bundesweit über 4.000 Patienten,
wie gut ihnen die homöopathische Behandlung bekommen
ist.
Resultat: Über der Hälfte der Befragten
ging es durch die homöopathischen Mittel besser.
Besonders Kopfschmerzen sind offenbar erfolgreich zu
behandeln. Aber auch bei Heuschnupfen und der
Hautkrankheit Neurodermitis gibt es Erfolge.
"Wir glauben, dass Homöopathie als zusätzliche
ergänzende Therapiemaßnahme einen wichtigen Stellenwert
hat. Gerade bei Patienten mit chronischen langjährigen
Erkrankungen, bei denen die Schulmedizin nicht den
gewünschten Erfolg gezeigt hat", schlussfolgert Prof.
Stefan Willich vom Institut für Sozialmedizin,
Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charite
Berlin.
Außerdem belegen die Erfahrungen von
Sigrid Kruse, dass besonders Kinder auf homöopathische
Mittel ansprechen. Aber, im Moment weiß noch niemand,
warum das so ist. Bisher gibt "nur" der Erfolg der
Methode recht! Links &
Literatur Links:
Fragebogenaktion:
Wie erfolgreich sind alternative
Heilmethoden?
Sind sogenannte alternative
Heilmethoden wirklich überwiegend oder nur in
Einzelfällen erfolgreich? W WIE WISSEN und das Institut
für klinische Ökonomie der Uni Ulm wollen das auf einer
möglichst breiten Datenbasis überprüfen - und Sie können
daran teilnehmen. Wenn Sie in den letzten sechs Monaten
eine nichtschulmedizinische Behandlung in Anspruch
genommen haben (Akupunktur, Homöopathie,
Heilpraktiker...), brauchen Sie nur einen anonymen
Fragebogen auszufüllen, und sie können die Wissenschaft
ein Stück weiterbringen. Bitte nehmen sie auch teil,
wenn eine alternative Heilmethode nicht erfolgreich
war! Hier gehts zum Fragebogen: http://www.uni-ulm.de/ice
Homöopathie:
Heilmethode oder Glaubenssache? http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0307/03_alternative_medizin/index.xml
Die
Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von
Parawissenschaften e. V. (GWUP) bietet eine kurze und
sehr interessante Einführung in das Thema
"Homöopathie". http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/
Stern.de
bietet auf seinen Onlineseiten ein umfassendes und
kritisches Dossier zum Thema "Homöopathie". http://www.stern.de/wissenschaft/gesundheit/?id=520089
"Erfolge
der Homöopathie - nur ein Placebo-Effekt" Ein
ausführlicher Aufsatz, der sich kritisch und
hinterfragend mit dem Thema auseinandersetzt. http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html
Literatur:
Christoph
Trapp: Homöopathie besser verstehen Haug
Verlag, 2003 ISBN 3-8304-2096-X Preis 19,95 Euro
Dr. Markus Wiesenauer, Annette
Boes: Homöopathie für die ganze
Familie Hirzel-Verlag, 2000 ISBN
3-7776-0981-1 Preis 19,90 Euro
Karin
Haschenburger, Frederike Stratmann: Weisse
Kügelchen Klassische Homöopathie - eine kurze
Einführung Vivanta-Verlag Köln 2002 Preis 8,90
Euro
Informationsmaterial und viele Broschüren
sind über die Hersteller homöopathischer Arzneimittel
erhältlich: Deutsche Homöopathie-Union
(DHU) Postfach 41 02 80 76202 Karlsruhe
Literaturservice: Tel.: 07 21 / 409 31
81 Internet: http://www.dhu.de/ Adressen Dr.
Sigrid Kruse Klinikum der Universität
München Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von
Haunerschen Kinderspital Lindwurmstraße 4 80337
München Tel.: 0 89 / 51 60-77 24 Fax: 0 89 / 51
60-21 51 E-Mail: kruse@kk-i.med.uni-muenchen.de Internet:
http://www.kindhom.de/
Prof.
Wolfgang G. Süß Universität Leipzig; Institut für
Pharmazie Schönauer Straße 160 04207
Leipzig Tel.: 03 41 / 4 22 97 47 Fax: 03 41 / 4 12
30 07
Prof. Dr. Stefan N. Willich
Studien zu Therapie-Erfolgen der Homöopathie am
Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und
Gesundheitsökonomie, Charité Universitätsmedizin Berlin,
Campus Mitte Luisenstraße 57 10117 Berlin
Tel.: 0 30 / 4 50 52 90 02 Fax: 0 30 / 4 50 52 99
02 E-Mail: sozmed-epi@charite.de Internet:
http://www.charite.de/
Deutscher
Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V.
(DZVhÄ) Am Hofgarten 5 53113 Bonn Tel.: 02
28 / 2 42 53 30 Fax: 02 28 / 2 42 53 31 E-Mail: infodzvhae@aol.com Internet:
http://www.dzvhae.de/ | |